Boot mit Teilen einer Prototypbahn
Boot mit Teilen einer Prototypbahn

Der Ingenieur Bruno Rixen, ein begeisterter Wasserskifahrer stellte sich immer die Frage warum dieser herrliche Sport nicht populärer ist und begann, sich mit dieser Problematik eingehend zu befassen. Marktforschungen führten immer wieder zu zwei entscheidenden Punkten: zu teuer und zu wenig Gelegenheiten mit zu langen Wartezeiten.

Arbeiten an erster Umlenkrolle
Arbeiten an erster Umlenkrolle

Die Idee der Wasserskiseilbahn wurde in die Tat umgesetzt. Nach erheblichen Zeit- und Geldaufwendungen mit Prototypen während zweier Sommer gab es kein Zurück mehr. Im Jahre 1961 hat Bruno Rixen dann seine jetzige Firma “Rixen Seilbahnen” gegründet. Zu den zahlreichen technischen Herausforderungen kamen anfangs schnell finanzielle Probleme. Doch seine Energie und Vision schöpfte Bruno Rixen aus vielen Erfolgserlebnissen und vor allem aus seiner Freude am Wasserskilaufen.

37 Erfindungen wurden überprüft, sortiert und zum Patent angemeldet . Da die finanziellen Mittel damals begrenzt waren, konnte der Patentschutz ausschließlich für das Zweiseil- und das Startprinzip weiterverfolgt werden. Denn nur durch das Zweiseil-Prinzip kann der Läufer nach beiden Seiten ausschwenken und weitab vom Umlaufseil unter voller Zugkraft fahren oder auch die Hantel loslassen, ohne dass eine Entgleisung passiert.

Bruno Rixen bei Arbeiten am Prototypen
Bruno Rixen bei Arbeiten am Prototypen

Die Rentabilität einer Seilbahn war nur gegeben wenn mehrere Läufer gleichzeitig und in kontinuierlichem Betrieb fahren konnten. Also stellte sich das Problem des Starts als die größte Hürde dar, da man die Bahn nicht dauernd anhalten konnte um einen Skifahrer am Seil einzuklinken.

Bruno Rixen stellte den startenden Skiläufer nicht, wie üblich, unter das Umlaufseil, sondern in voller Schleppleinenlänge seitlich vom Seil entfernt, dadurch erfährt der Wasserskifahrer eine kontinuierlich ansteigende ruckfreie Beschleunigung bis er unter dem Umlaufseil ist. Das angekuppelte Ende der Schleppleine wird zwar schlagartig erfasst, aber der weit abseits stehende Skiläufer wird anfangs nur ganz langsam beschleunigt.

Nach einem halben Jahr des Grübelns und Verzweifelns, fand sich so eine Lösung, die im Nachhinein sehr simpel wirkt, die aber letztendlich bis heute die Grundlage jeder Wasserskiseilbahn darstellt.

Trotz dieser entscheidenden Idee und der jahrelangen Versuche mit Seilführung, Seildrall und Entgleisung befand sich Bruno Rixen immer noch am Anfang des Wasserskilaufens mit einer Seilbahn.